Irgendwie verrückt, da warte ich ein ganzes Jahr auf die Makerfaire in Hannover und dann sind die zwei Tage viel zu schnell vorbei.

Das Fazit vorweg: es hat sich wieder mehr als gelohnt!

War es 2013 noch ein Tag, so wurde dieses Jahr die Makerfaire Hannover auf zwei Tage ausgeweitet.
Und nicht nur das, auch die Ausstellungsfläche wurde um eine Halle vergrößert, um der wachsenden Zahl der Aussteller und dem Platzbedarf der Besucher gerecht zu werden.

Am Samstag, den 5. Juli brachte mich ein ICE angenehm von Kiel nach Hannover. Mein erster Anlauf Punkt war das Congress Hotel, welches direkt neben dem Veranstaltungsort liegt.
Ich hatte Glück und konnte bereits um 10 Uhr mein Zimmer im 12. Stock beziehen. Von dort hatte ich einen schönen Blick über Hannover und das Freigelände der Makerfaire.

Freigelände
Freigelände

Nachdem ich die erfreulich kurze Schlange absolviert hatte (es gab diese Jahr zwei Eingänge), führte mich mein Weg direkt in die Glashalle, die diese Jahr nicht ganz so heiß wie im letzten Jahr war. Außerdem fiel mir positiv auf, dass die Stände nicht mehr so dicht gedrängt standen.

Auf dem Freigelände konnte man Elsie & Rusty vom Künstler Paka aus England nicht übersehen und -hören.

Elsie der Drachen & Rusty das Pferd
Elsie der Drachen & Rusty das Pferd

Außerdem hatte Watterott wieder einen Löt-Workshop im Angebot, diesmal sogar stündlich! Ich denke, dass das schon fast ein „Knochenjob“ war.

Ergebnis des Lötworkshops
Ergebnis des Lötworkshops

 

Der Veranstalter hatte aus dem letzten Jahr gelernt und für umfangreiche Verpflegung gesorgt.
Im Angebot waren dieses Jahr belegte Brötchen, Gyros, ein Grill, philippinische Gerichte, Brot, Kuchen und Frozen Joghurt.
Auch am Getränkestand hatte man dazugelernt, es gab Club-Mate!!!

Vom Freigelände ging es dann zur angenehm klimatisierten Niedersachsenhalle, in der noch viele weitere Stände auf die Besucher warteten.

Über den Ausstellern, in der zweiten Etage der Niedersachsenhalle, fanden die Vorträge statt. Auch dieses Jahr waren die Räume anscheinend zu klein, zumindest bei den Vorträgen, die ich gesehen habe.

Nach dem ersten Überblick klapperte ich erst einmal einige Workshopanbieter ab und reservierte mir Plätze. Das war auch unbedingt nötig, denn schon um 11 Uhr waren die Plätze nur noch rar gesät.

Ich kann und will hier nicht auf alles eingehen, aber ein paar Dinge muss ich hervorheben.

Da ist als erstes der Vortrag von Dale Dougherty (Begründer des Make Magazins und der ersten Makerfaire von 8 Jahren).

Dale Dougherty
Dale Dougherty

Auf der Bühne stand ein Mensch, der begeisterungsfähiger nicht sein konnte. Er erzählte von der Makefaire im weißen Haus, wo 3D-Drucker vor der Statue von Licoln werkelte, von einer Frau, die gerade erst einen solchen Drucker für sich entdeckt hatte und nun individuell angepasste Schuhe druckt und er erzählte von Quin. Quin ist ein  Junge, der das Make Magazin las und irgendwann auf die Idee kam, dass die Welt eine Furzsensor braucht. Eben dieser Quin ist mit seinen 13 Jahren mittlerweile CEO von qtechknow, unterrichtet Erwachsenen und hält dazu Vorträge auf Makerfaires weltweit.
Der Auftritt von Dale Dougherty hat mich besonders beeindruckt, weil Dale bei der ganzen Maker-Bewegung nicht die Projekte und Produkte, sondern die Menschen dahinter sieht.

Beim Stand der üstra konnte man schweißen. Ich kann Euch sagen, das Schweißen bei der üstra war schweißtreibend 🙂
Gut verhüllt in einem Sommertag mit gefühlten 30° Celsius vor dem Werkstück zu sitzen war … gewöhnungsbedürftig.
Das Ergebnis ist ein Dino, der nun in meinem Büro steht und davon zeugt, dass ich für grobe Arbeiten nicht geschaffen bin.

Schwitzend geschweißt, ein T-Rex
Schwitzend geschweißt, ein T-Rex

Der darauffolgende Workshop war dann eher etwas für mich: Ein Chrashkurs zum Schmieden von Silberringen bei Maren Triebler. Dort habe ich zwei sehr kurzweilige Stunden verbracht und auch gleich eine Mitbringsel für meine Frau produziert.

Da ich doch länger als geplant für den Ring gebraucht hatte, bin ich leider zu spät zum Vortrag „Jeder kann Roboter bauen“ von Markus Knapp gekommen. Markus ist einer der Podcaster von meinem Lieblingspodcast „Robotiklabor„. Mit seiner fröhlichen Art zeigte er den Anwesenden auf, dass man auch mit simplen Mittel Roboter bauen kann. Was mich am meisten erstaunte, war die Tatsache, dass er mit den 30 Minuten auskam 😉

Neben diesen Dingen gab es diesmal gefühlt viel mehr Mitmachaktionen auch für Kinder.

Vor allem die Bleistiftwand

Bleistiftkunst zum Mitmachen
Bleistiftkunst zum Mitmachen

und das Kugelbahnbauen

Wer baut die längste Kugelbahn
Wer baut die längste Kugelbahn

haben mich fasziniert.

Sehr schön waren auch die Exponate zum Steampunk.

 

Steampunk
Steampunk

Und die singenden Teslaspulen sorgten gelegentlich für musikalische Untermalung.

Es gab natürlich auch kuriose Dinge zu sehen. Am meisten viel mir jedoch der fahrbare Burger bei der üstra auf.

ein Burger zum Selberfahren
ein Burger zum Selberfahren

 

Zum Schluss habe ich noch eine 3 Liter-Bag-in-a-box mit frisch gepresstem Kirschsaft vom „Zaubertrank“ mitgenommen. Frischeren und unbehandelteren Saft als dort, bekommt man nicht und kostenlos dazu gab es auch noch lehrreiche und witzige Verkaufsgespräche.

Ich habe ein schönes Wochenende hinter mir, mit vielen Eindrücken, sehr schönen Gesprächen und furchtbar runden Füßen.
Ich durfte sogar beim Robotiklaborstand mal kurz Standluft schnuppern. Zitat Herr K. aus H.: „Ich muss mal kurz weg, setzt Dich doch kurz dahin… Du kennst das ja alles“. 🙂

Ein dickes, fettes Dankeschön an alle Beteiligten und vor allem an den heise-Verlag!
Die Makerfaire 2014 war super, jetzt warte ich auf die Makerfaire 2015! Ist ja nur noch ein Jahr hin …

 

 

 

 

ein Kommentar

  1. Pingback: Bericht von der Maker Faire Hannover 2014 - Heimwerker-Blog

Kommentare sind geschlossen