Im vorletzten Podcast vom Robotiklabor (RL038) ging es auch um das Thema Feedback und dass dieser meist von Kritikern kommt. Die spaßige Aussage, dass man ja auch nicht bei den Stadtwerken anruft und sagt, dass sie den Strom heute mal wieder super geliefert haben, brachte mich zum Schmunzel und dann zum Nachdenken.

Es ist tatsächlich so!
Wenn ich Feedback gebe, dann eher bei Problemen. Positive Rückmeldungen gibt es hauptsächlich in unpersönlichen Sternesystemen bei ebay & Co.

Wie so oft, bin ich dann wieder vom Thema abgekommen (bei dem Podcast nicht unüblich 😉 ).

Am letzten Montag saß ich dann bei Burger King, um eine urplötzlich auftretende und unaufschiebliche Hungerattacke zu bekämpfen, als ein Kunde von seinem Tisch aufstand und quer durch den Raum rief: „Das habt ihr gut gemacht! Es hat mir sehr gut geschmeckt!“

Gut, dass war eine eher ungewöhnliche Situation, aber warum?

Vielleicht weil es üblich ist, dass man in so einer unpersönlichen Atmosphäre leise aufsteht und den Raum verlässt?
Weil die Burger sowieso nur roboterhaft zusammengebaut werden und der Einzelne kaum Einfluss auf die Qualität hat?
Und wenn ja, sind es nicht auch Menschen, die dort arbeiten und freundlich bedienen?

Zugegeben, ich bin auch still und leise gegangen, und dass obwohl ich positiv überrascht war, dass der Burger fast wie auf dem Bild aussah (spooky). Der Gedanke, mehr positive Rückmeldungen zu geben, kreist nun allerdings in meinem Kopf.

Ich habe beschlossen, zukünftig mehr Danke zu sagen, gerade in Richtung derer, die doch sowieso immer da sind.

Begonnen habe ich mit einer Dankesmail an den Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel. Sie sorgen seit Jahren erfolgreich für eine saubere Kieler Woche, und dass ist in meinen Augen ein dickes, fettes Dankeschön wert!